Wie sieht so eine Tarlov Zyste eigentlich aus? Vom MRT zur Ansicht in Situ

von | 1. Juni 2020 | 22 Kommentare

Es ist schon erstaunlich, dass viele Ärzte Tarlov-Zysten als asymptomatisch beurteilen, obwohl sie weder je selbst darunter litten, noch eine in Situ gesehen haben. Tarlov-Zysten werden von den meisten Neurochirurgen nicht operiert, weil sie es nicht können. Ja, sie können es einfach nicht!

Wie findet ein Patient einen Arzt, der sich mit Tarlov-Zysten auskennt?

Einen in Tarlov-Zysten kompetenten Arzt in Deutschland zu finden ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Meist geht eine jahrelange Suche nach der Ursache vieler Symptome und Schmerzen erfolglos zu Ende und der Patient findet im Internet eine Spur. Zum Glück haben wir das Internet im 21. Jahrhundert, denn traurigerweise kann man selbst Fachärzten nicht vertrauen. Ich sage das so deutlich, weil ich es selbst erlebt habe.

Ich stieß bei meiner Recherche im Internet auf verschiedene Quellen, die sehr wertvoll für mich waren. Zunächst landete ich bei meiner weltweiten Recherche auf der Seite der Tarlov Cyst Disease Foundation in den USA. Die Gründerin der Foundation, welche in dem Video zu sehen ist, empfahl mir in einer Mail Prof. Dr. med. Jan-Peter Warnke. Er ist der einzige mir bekannte Neurochirurg in Deutschland, der mit seiner eigenen Foundation an den seltenen Krankheiten Arachnoiditis und Tarlov-Zysten forscht.

Tarlov-Zysten im MRT

Die Radiologen sind die ersten, die die Tarlov-Zysten in deinem Körper sehen. Hast du Glück und einen fairen Radiologen, dann schreibt er die Zysten in deinen Report. Hast du Pech, so schreibt er sie unter Umständen nicht mal auf. So ist es in einer Radiologie in Kaiserslautern passiert, der Patient wurde sodann an der Prostata operiert, obwohl die Tarlov-Zysten sein Problem sind.

Selbst wenn er diese aufschreibt, werden sie meist als Nebenbefund bezeichnet. Aber wie ist etwas ein Nebenbefund, wenn es genau da an einer Stelle sitzt wo es nicht hin gehört? Ich werde das nicht verstehen, bevor mir mal jemand aus dem Nähkästchen plaudert, warum das grundsätzlich so beurteilt wird. Ich habe dazu meine ganz persönliche Meinung, die ich aber hier besser nicht hinterlasse.

Sacrale TC S2/3
Sacrale TC S2/3 beidseits

Symptomatisch oder nicht?

„NEIN, DIE ZYSTEN TUN NICHTS, DIE SIND NICHT DIE URSACHE DER BESCHWERDEN, DIE WERDEN AN DER STELLE SOWIESO NICHT OPERIERT!“, haben alle Patienten, die ich kenne, vielfach gehört, bevor Sie beim richtigen Arzt landeten.

Das ist aber FALSCH!

Tarlov-Zysten verursachen unbeschreibliche, nicht therapierbare Schmerzen und zerstören oft sogar den dorsalen Knochen des Sacrums.

So sieht eine ordentliche Beurteilung durch einen Spezialisten aus:

Na, dann schau mal wie so eine Zyste in Situ aussieht

Copyright!!
Die Urheberrechte und Rechte zur Veröffentlichung liegen weiterhin ausschließlich bei Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke, Paracelsus-Klinikum Zwickau. Wer dieses Video außerhalb dieses Artikels teilt, kopiert oder veröffentlicht, handelt rechtswidrig und wird zur Anzeige gebracht!

Der Druck in meinem Körper war so stark, dass die Zysten mein Sacrum zerstört haben, der Knochen nur noch ne Lamelle dick war und mir das Sacrum fast platzte.

Auszug aus dem OP-Bericht

Da guckst du, was?

Na, überrascht über die Aufnahmen? Zum ersten Mal gesehen was so ne Zyste kann? Ganz schön brutal, gell?

Wirst du weiterhin deinen Patienten erzählen die tun nix? Damit kann man leben, das wird sowieso nicht operiert. Hör auf zu lügen und sei wenigstens so fair, ab sofort deinem Patienten zu sagen: „Ich bin hier mit einem Problem konfrontiert, das ich selbst nicht lösen kann. Aber ich weiß, wer es kann!“ und schicke die Patienten zu Prof. Warnke. Wenn du das, nachdem du diesen Artikel gelesen hast, nicht tust, ist es unterlassene Hilfeleistung und Falschbehandlung! Mach dir das bitte klar und überlege dir, wie es dir selbst damit gehen würde, wenn dir Kollegen sagen, du spinnst, ist sicher alles nur in deinem Kopf. „Ein chronischer Schmerzpatient hat keine lackierten Fingernägel“, musste ich mir anhören.

Vertrauen von euch selbst zerstört

Ich lasse mir nichts mehr gefallen! Mein Vertrauen in Ärzte ist durch meine eigene Tarlov-Zysten-Odyssee komplett zerrüttet. Nicht nur in die Ärzte, auch in meine private Krankenversicherung. Denn diese musste mit Drohung einer Strafanzeige gegen den Vorstand gezwungen werden meine OP Indikation anzuerkennen und die OP zu bezahlen. Schämt euch Hallesche Krankenversicherung! Das hat zu weiterer Verschlimmerung meiner Beschwerden geführt.

MRT nach der OP

Die beiden Zysten (während der OP stellte es sich heraus, dass es 2 und nicht 3 Zysten waren) sind behandelt und die Nerven wurden von dem größten Druck entlastet. Nun muss man sehen, inwieweit sich die Nerven wieder erholen.

MRT nach operativer Behandlung der TC

Ich bin jedenfalls sehr froh und dankbar, dass ich von einem kompetenten Neurochirurgen behandelt wurde. Mit den Worten: „Sie können nun heilen und die Nerven können sich erholen, das Zauberwort heißt Geduld. Sie wissen, es ist trotzdem keine Einbahnstraße!“ schaute er mir in die Augen und verließ am Nachmittag nach der OP mein Zimmer.

Mein Kampf für die Anerkennung dieser seltenen Krankheit und gegen die Ignoranz der Ärzte wird NIE enden…

Alle Informationen, die ich hier teile über meine Krankheit entstammen aus meinen Erfahrungen, sind meine Meinung und stellen in keinem Fall eine Behandlungsempfehlung oder Heilversprechen dar! Sie dienen der Aufklärung!

Wenn dir mein Artikel gefallen hat bitte teile ihn mit deinen Freunden. Danke dir!

22 Kommentare

  1. Martina

    Lieber Assad,
    ich hatte eine Gruppe, aber es wurde mir zu viel. Du findest aber Gruppen auf Facebook, die sich mit Tarlov Zysten befassen. Tarlov Cysters and Mysters, einen amerikanische Gruppe ist ganz gut. Schau doch da mal nach. Ansonsten habe ich in meinen Blogbeiträgen so viel Informationen drin, dass man den Weg nach Zwickau findet. Wenn man den Weg beschreitet und sich nicht abbringen lässt, ist das, meines Erachtens, eine gute Lösung.
    Liebe Grüße Martina

  2. Martina

    Im Paracelsus Klinikum in Zwickau

  3. Martina

    Liebe Margit,

    halte auf jeden Fall durch, du hast ja keine andere Wahl! 1Jahr Wartezeit ist schon lange, ich hatte das Glück noch etwas schneller dran zu sein, aber mir hat meine private Krankenversicherung lange einen Strich durch die Rechnung gemacht, mit der ich mich immer noch vor Gericht streite. Aber mittlerweile bin ich wieder voll funktionsfähig und kann Golfen, also hab Mut und halte durch!
    Liebe Grüße Martina

  4. Margrit seligmann

    Margrit sagt am 09.04.2022

    Liebe Martina,

    Ich
    war am 05.04.2022 in der Sprechstunde bei Professor
    Warncke. Er hat mir anhand des MRT erklärt, das meine
    Tarlovzyste s2 für meine starken Schmerzen verantwortlich sei und das ich dadurch eine liqourzirkulationsstörung habe und das ich operiert
    werden muss. Das Problem ist, dass wegen Corona viele
    Operationen verschoben wurden und ich dadurch erst Ca ein halbes Jahr auf eine OP warten muss.
    Er hat mir einen Brief für meinen Hausarzt mitgegeben,ausserdem eine Überweisung zur Radiologie
    um in einem erneuten MRT festzustellen, ob die Zyste gewachsen ist. Das neue mrt soll ich dann an vigdis-thompson-foundation schicken. Der Professor hat mir aber Mut gemacht und gesagt, dass ich durchhalten soll.

    Liebe Grüsse von Margrit t

  5. Lucia

    Guten Abend
    Kurze Frage wo befindet sich der Professor Doktor Warnke ? Danke

  6. Martina

    Liebe Renata,
    es bricht mir fast das Herz das alles zu lesen was du schreibst. Ich kenn das alles, auch, dass sie dann behaupten du seist depressiv, dabei sind wir alles andere als depressiv. Keiner der Ärzte da draußen, die über die Diagnose Tarlov Zyste hinweg sieht, kann sich nur ansatzweise vorstellen welche Schmerzen wir rund um die Uhr haben. Keiner! Ich muss nach wie vor vor Gericht gegen meine Krankenversicherung kämpfen, die behauptet, die Zysten hätten meine Probleme nicht verursacht. Man kann nur den Kopf schütteln.

    Bitte halt durch, never give up!!! Das sagte auch Prof. Warnke zu mir, aufgeben ist keine Option! Aber auch er kann nur die druckentlastende OP machen, inwieweit sich die Nerven dann erholen, ist in Händen deines Körpers.
    Am besten wendest du dich an die Vigdis Thompson Foundation, wenn du mit Dr. Götze nicht weiter kommst. Lass dich bitte nicht von einem Arzt operieren, der die OP nicht schon mindestens 100mal durchgeführt hat!
    Ich drück dir ganz fest die Daumen!
    Liebe Grüße Martina

  7. Martina

    Liebe Margrit,
    es tut mir leid das alles zu lesen, ich kenne das Gefühl. Das schlimmste ist, dass man die Zysten einfach nicht als Ursache heranzieht. Dabei kann es nach Auschluss sämtlicher anderer möglichen Diagnosen nichts mehr anderes sein. Mach unbedingt den Termin mit Prof. Warnke, er hat mich operiert und es geht mir wieder gut.
    Liebe Grüße Martina

  8. Martina

    Liebe Andrea,
    ja, nimm unbedingt Kontakt mit Prof. Warnke auf, mittlerweile ist seine Warteliste auch lang. Normale Orthopäden und Neurochirurgen, die sich nicht darauf spezialisiert haben, kennen sich leider damit nicht aus. Aktuell geht es mir wieder sehr gut, ich kann fast alles machen, ich spiele Golf, kann reisen, ich bin zu 90% wieder die Alte.
    Ich drück dir die Daumen!
    M

  9. Andrea

    Liebe Martina,

    mir geht es gerade genauso wie du beschreibst. Neurochirurg in Köln sagt, die Beschwerden sind nicht davon, die Zysten können bleiben. Ich weiß aber, dass es nicht so ist. Ich werde auch Kontakt mit Professor Warnke aufnehmen.
    Wie geht es dir denn aktuell?
    Ganz liebe Grüße aus Köln
    Andrea

  10. Margrit Seligmann

    Margrit sagt: 29.01.2022

    Ich bin 64 Jahre alt und leide seit über vier Jahren an unerträglichen Schmerzen im unteren Rücken, die in beide Beine ziehen. Starkes Taubheitsgefühl und Brennen, kaum auszuhalten. Außerdem Blasen- und Darmentleerungsstörungen. In den letzten Jahren habe ich sämtliche Fachärzte aufgesucht und mehrere MRTs hinter mir. Es wurde eine leichte Facettengelenksarthrose und Bandscheibenprotosion festgestellt. Im MRT von 2018 wurde eine Tarlovzyste auf Höhe S2 entdeckt, die aber nach Aussage der von mir konsultierten Ärzte für meine Beschwerden nicht verantwortlich seien. Die Hauptschmerzen gehen Jedoch vom Kreuzbein aus, da wo sich genau diese Zyste befindet. Ich kann kaum noch sitzen, stehen liegen und das Laufen fällt mir immer schwerer. War vorher sportlich und fit, bin paarmal die Woche gewalkt bis zu 10 Kilometer gerne Fahrrad gefahren, habe im Sportverein 2 x wöchentlich Gymnastik gemacht und mich auch sonst viel bewegt. Jetzt bin ich nur noch ein körperliches Wrack. Bei meiner Recherche bin ich auf die Vigdis Thompson Foundation gestoßen, die unter der Leitung von Professor Warnke diese seltene Zystenart und Arachnoiditis erforscht . Im Oktober 2021 habe ich telefonischen Kontakt aufgenommen und meine MRTS und Befunde dort hingeschickt. Meine MRTS wurden dort begutachtet und ich habe jetzt voraussichtlich einen Termin im März in der Sprechtstunde. Wegen der Coronalage ist ist es zur Zeit ja leider alles sehr schwierig. Mit meinem Kommentar will ich Euch allen ein bischen Mut machen. Gebt niemals auf

    viele liebe Grüße Margrit

  11. Margrit seligmann

    Margrit sagt 27.01.2022
    Ich leide seit über 4 Jahren an unerträglichen schmerzen im unteren rücken ziehend in Beine mit taubheitsgefühlen brennen und kribbeln bin durch eine ärzteodyssee gegangen von Facharzt zu facharzt wurde alles auf die psyche geschoben einige haben fibromyalgie diagnostiziert 2018 wurde im mrt als zufallsbefund eine tarlovzyste auf Höhe s2 entdeckt bei meiner Recherche stiess ich auf die vigdis thompson Foundation eine stiftung die sich unter der Leitung von Professor warnke mit der Forschung dieser seltenen zystenart und arachnoiditis befasst im Oktober 2021 habe ich meine Befunde der mrt dort hingeschickt nach 2 monaten bekam ich eine Email Um Einen Termin zu vereinbaren der wahrscheinlich im März sein wird es ist ja leider wegen der coronalage im Moment alles sehr schwierig bin sehr gespannt was der Professor warnke mir erzählen wird ich rate euch allen gibt niemals auf

    Viele liebe grüsse von margrit

  12. Renata

    Hallo Martina!!

    Erstmal ein vielen lieben Dank, für Dein Bericht.
    Ich weiß es erst seit Montag abend, nach dem ich meine Unterlagen, ohne denen ich das Krankenhaus nicht nach 18 Tagen verlassen wollte, selbst „studiert “ !!
    Wie lange ich schon mit Tarlovzyste lebe kann ich nicht beantworten.
    Unetregliche Schmerzen im Beckenbereich begleiten mich schon seit Jahren. Sie schmeißen mich plötzlich aus dem Alltag raus. Egal ob Hochzeit meiner beste Freundin oder einfach nur Frühstück zu Ende machen. Der einzige Medikament der mir bis jetzt immer zuverlässig geholfen hat war Algifen Tropfen.
    Jegliche Untersuchung habe ich hinter mir. Nächte, die ich im Schmerzen durchgeweint habe.
    2014 wurde bei mir Schlafapnoe und RLS festgestellt. Die Symptome wie Kribbeln, Taubheitsgefühle, Abgeschnürte Füße, Krämpfe, wie von Strom leitende Schmerzen wurden dem RLS von allen Neurologen zugeschrieben.
    Ich bin eine froh Natur, Kämpferherz, Aufstehkind. Wenn ich Arzt aufgesucht hatte, kam immer nur zurück: Sie sehen gar nicht krank aus!!
    Klar, ich bin immer gepflegt unterwegs. Egal ob mit Schmerzen oder ohne. Ich bin eine aktive Sportlerin gewesen, die seit 2016 durch diesen uneträglichen Schmerz sehr sportlich eingeschränkt ist. Ich tue nur das, was mir die Tagesform noch erlaubt. Joggen geht seit 2019 gar nicht mehr. Schade, ich habe es geliebt. In der Natur sich zu bewegen ist ein Geschenk für die Seele.
    Ich koche sehr gerne und achte auf ausgewogene Ernährung.
    Die schlimmste Momente sind, wenn Du dem Arzt Nummer 10. wieder ausführlich erklären muss, und auch richtig beschreiben möchtest, welchem Schmerz und Missempfindungen Du ausgesetzt bist. Und wenn Du in den Augen des Arztes sehen kannst, dass er Dir nicht glaubt. Dann fließen nur noch die Tränen und Du möchtest einfach schnell die Praxis verlassen. Wenn Du Glück hast, behauptet der Arzt nicht, dass Du stark depressiv bist und Du starke Antidepressiva brauchst…
    In Deinen ärztlichen Beurteilung steht aber jedes mal ein Hinweis auf Depression.
    Und weißt Du was? Nach so eine ärztliche Ignoranz wäre durchaus möglich auf eine Depression zur erkranken.
    Der einzigen Arzt, der an mich glaubt ist ein Schlafmediziner aus Essen, Dr. Götze. Dass er gleichzeitig ein Psychiater ist, habe ich erst nach drittem Besuch im Schlaflabor erfahren.
    Er sagte zu mir, ich soll nicht aufgeben zu forschen, was mit meinem Körper nicht stimmt, ich soll gut auf meinen Körper hören, ich soll weinen, wen mir danach ist und ich soll vielleicht eine kurze Pause in meiner Forschung anlegen. Er sagte, dass es schwierig ist, so eine lebendige, positiv eingestellte, attraktive und schön gepflegte Frau zu glauben, dass es ihr so schlecht geht.
    Ignoranz war der Weg der Pause !! Ja, ich habe gelernt, die tägliche unangenehme Missempfindungen zu ignorieren. Ich habe gelernt, alle arogante Ärzte zu ignorieren. Ich mach das, was mein Körper mitmacht, das was ich vom Schmerzgrad etragen kann.
    Dr.Götze hat mich schon vor ein paar Jahren gerettet und für ein Cpap Maschine Austausch gesorgt, die mich nachts in Erstikungsgefahr mit NICHT notwenigen Druck am Rand meines Wahnsinns fast gebracht hat. Aber nicht, weil die Maschine möglicherweise defekt war, sondern, dass die Ärzte es wieder nicht geglaubt hatten.
    In 10 Tagen bin ich zufällige Weise wieder zur Kontrolle in Ruhlandklinik Essen, bei Dr. Götze und ich kann es kaum abwarten ihm zu berichten, dass ich nicht depressiv bin, sonder eine Patientin mit Tarlovzyste.
    Ich wurde aus dem Sankt Marien Krankenhaus in Ratingen nach 18 Tagen entlassen. Nieman hat ein Wort über Tarlovzyste verloren, steht auch im Entlassungsbrief nicht. Und ich weiß, dass ich nie wieder auf der Innere Station in Ratingen liegen möchte. Da wurde ich vom Personal als faule Sau betitelt.
    Es ist zum ersten mal, das ich seit fast 4 Wochen diesen Schmerz im Beckenbereich am Stück ertragen muss.
    Und ich hoffe nur sehr, dass Dr. Götze eine gute Empfehlung der weiteren Therapie für mich hat. Er ist ein Arzt, der zuhört um nicht zu antworten sondern um verstehen.
    Ich hoffe, keine Regeln hier gebrochen zu haben und ich sage nur : Never give up❣❣❣

  13. Nadja

    Hallo!
    Ich bin gerade auf diesen tollen Text gestoßen – vielen Dank! Ich leide seit Februar an unerträglichen Schmerzen, kann weder sitzen, noch lange stehen… das einzige, was mir gut tut ist GEHEN. Ich habe inzwischen von vier Ärzten die Diagnose „Pudendusneuralgie“ erhalten (etwas ganz exotisches, ich weiß!) und bin seit kurzem in Behandlung in einem Schmerzzentrum. Hier wurde mein „altes“ MRT von April (?) noch einmal überprüft und siehe da: Die Radiologen haben eine Tarlovzyste entdeckt! Meine Ärztin hat mir geschrieben, dass die Schmerzen durchaus hiervon rühren könnten… Ich weiß noch, dass meine ehem. Hausärztin sogar von einer Wurzeltaschenzyste sprach, jedoch meinte, daran kann’s nicht liegen… und jetzt, siehe da… mache jetzt in MUC einen Termin mit einem Neurochirurgen und bespreche alles einmal… habe aber durchaus Angst 🙁

  14. Assad özer

    Martina ich will sie umbedingt kontaktieren hab fragen könnten sie vielleicht eine Whats abb gruppe öffnen wo sie uns helfen und ihre Erfahrung vor und nach der Op mitgeben und auch andere fragen beantworten das wäre wirklich sehr hilfreich für viele.

  15. Susanne Schlütter

    Hallo
    bei mir wurde eine Arachnoidalzyste 2017 von BWK 3 bis BWK 8 diagnostiziert. Ich bin dann mit viel Glück zu den Professoren Westfal und Eicker ins UKE nach Hamburg verwiesen worden. Ich hatte neben den Schmerzen auch Querschnittssymptome. Ich bin dann 08/2020 im UKE operiert worden. Sie diagnostizierten eine Tarlovzyste. Daraufhin besserten sich die Symptome schlagartig, selbst mein rechtes Auge wurde um 1,5 Dioptrien besser. Leider treten seit 03/2021 wiederum Symptome auf. Ich bin zum MRT und dort sah man noch nichts. Heute 06/2021 wieder ins MRT und der Radiologe meint am BWK 4/5 wieder den Beginn einer Zyste.

  16. Sandra

    Ich habe Rheuma u.a. Auch Morbus Bechterew u daher ständige Schmerzen ob ich liege oder sitze oder laufe.Immer wurde gesagt das liegt im LWS an den rheumatischen Erkrankungen.Bis ich einen neuen Arzt hinzuzog der veranlasste direkt ein Mrt.Und tada ….tarlov zysten! Er sagte das es operiert werden müsste ,solange Corona so extrem ist gehe ich jedoch nicht ins kkhs u habe ein Sohn mit Pg3 noch also alles nicht mal eben geplant.Die grosse Frage wo lasse ich mich denn dann in Zukunft operieren??? Bin36 und hab ein wenig Angst

  17. Sandra

    Sehr interessant.
    Ich habe Rheuma u.a. Auch Morbus Bechterew u daher ständige Schmerzen ob ich liege oder sitze oder laufe.Immer wurde gesagt das liegt im LWS an den rheumatischen Erkrankungen.Bis ich einen neuen Arzt hinzuzog der veranlasste direkt ein Mrt.Und tada ….tarlov zysten! Er sagte das es operiert werden müsste ,solange Corona so extrem ist gehe ich jedoch nicht ins kkhs u habe ein Sohn mit Pg3 noch also alles nicht mal eben geplant.Die grosse Frage wo lasse ich mich denn dann in Zukunft operieren??? Bin36 und hab ein wenig Angst

  18. Vladimir

    Hallo Martina, Danke erst mal für die Info. Wir haben das gleiche Problem. Meine Lebenspartnerin hatte eine 35mm Zyste im S2-S1 Bereich. Würden Sie Prof. Dr. Warnke empfehlen? Wie viel kostet ungefähr so eine OP, wenn man schon privat versichert ist? Sie können mich auch per Email anschreiben: videlov@gmail.com
    Liebe Grüße aus Mannheim

  19. Erika Hinz

    Hallo .ich bin die Erika aus dem Kreis Mettmann. Ich habe eine lumboischialgie und keiner nimmt meine Schmerzen wahr . Hab mir von 2019 den mrt Bericht aus HERNE zukommen lassen und da steht es schwarz auf weiß. Talov zyste. Ich kann nicht sitzen oder aufstehen ohne Schmerzen. Als wenn ich auf dem nerv sitze am Steißbein. Hab in zwei Wochen erst einmal eine fensterung arachionalzyste im Schädel. Unter anderem syringomyelie .suche rat und einen guten Neurologen oder neurochirgie. Geh zur Operation am Kopf in die Sauna Klinik nach Duisburg

  20. Corina Bock

    Also ehrlich gesagt, bin ich froh auf diese Seite gestoßen zu sein. Bei mir wurden 3 Zysten als Zufallsbefund im MRT 2019 gefunden, die nach gängiger Meinung hiesiger Orthopäden nicht Ursache meines tauben Beins, meiner permanenten Rückenschmerzen sind. Ich bin gerade dabei meinen Briefumschlag für Prof. Dr. Warnke fertig zu machen. Nach 3 jähriger Odyssee mit verschiedensten Diagnosestellungen, deren Behandlung alles nichts brachte bin ich nun hoffentlich auf dem richtigen weg. Mein Steißbeinknochen ist auch schon sehr dünn.

    Der letzte Orthopäde in Berlin machte nur eine Handbewegung als ich ihn gezielt auf die Zysten ansprach. Es war der erste der sagte, da wäre er sich nicht so sicher.

    Meine Kollegen und sogar mein Chef meinten zu mir ob ich mich da nicht etwas hineinsteigern würde und mir die Schmerzen einbilde.

  21. Martina

    Liebe Konstanze,
    zuallererst glaubst du mal an dich selbst bitte, denn du bist auf dem richtigen Weg. Nur du weißt, welche SChmerzen du hast und wo die herkommen. Keiner der Ärzte da draußen, die diese Symptomatik in Frage stellen hat eine Ahnung.
    Hasz du deine Unterlagen schon bei der Vigdis-Thompson-Fpoundatin eingereicht?
    Liebe Grüße Martina

  22. Konstanze Würfel

    Hallo, ich bin 38 Jahre und leide seit gut 5 Jahren unter Rückenschmerzen im unteren Bereich. Ich arbeite im Einzelhandel, Bereich LM. Immer kommt die Aussage, das ist nichts für ihre Statur. Ich bin sehr zierlich. Im März war es nach der Arbeit so schlimm, dass man an einen Bandscheibenvorfall dachte. Habe mehrere Protrusionen. Das ist mir seit 3 Jahren bekannt.
    Wie gesagt, es war so schlimm, dass nichts mehr ging, außer Liegen. Spritze hat nicht geholfen, Blockaden lösen ebenfalls nicht und auch die MT keinen Erfolg.
    Gestern hielt ich erstmals den Befund vom MRT im März in der Hand und siehe da WURZELTASCHENZYSTE links L5/S1. Genau da, wo ich diese Schmerzen habe.
    Orthopäde sagte, das macht nichts.
    Nur hätte ich schon vorher im Internet geschaut, was das ist.
    Woran soll mein denn noch glauben…..

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